Psycho- Themen des Monats

Liebe Leser der Webseite der Beratungspraxis Steinberg

Ich werde hier in unregelmäßiger Folge das eine oder andere Thema besprechen, das in der Öffentlichkeit, oder aber auch in meiner praktischen Arbeit, aktuell ist. 

Die Leser sind herzlich eingeladen, mit mir in Kontakt zu treten, Fragen oder Hinweise dazu auszutauschen. Ich freue mich darauf! Email gern an die Adresse: 

beratungspraxis-steinberg@gmx.de.   
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Ein wenig mehr 8-samkeit in unserem Leben

… viele Dinge ändern sich: Persönliche Schicksale, bürgerferne Politik, Pandemie, weniger sozialer Austausch… Die derzeitige „neue Realität“ kann teilweise von Angst und Unsicherheit geprägt sein. Wie können wir in unserem eigenen persönlichen Raum für Sicherheit und Zuversicht sorgen?  

Achtsamkeit!

Was verstehen wir unter Achtsamkeit? Hierzu eine kleine Geschichte:   

Ein Weiser wurde gefragt, wie es gelingen konnte, den Augenblick so auszukosten, um etwas davon festhalten zu können. Schließlich sei jeder Augenblick zu wertvoll und unwiederbringlich, als dass man ihn einfach so verschwinden lassen sollte. „Was denkst Du“, fragte der Weise dem Fragesteller, „wenn du versuchst, den Augenblick festzuhalten?“. „Ich denke JETZT.“, antwortete dieser. „Und dann?“ fragte der Weise“. „In dem Moment, wenn ich JETZT denke, ist der Augenblick schon wieder vorbei und ich kann ihn nicht festhalten. Ich habe nichts mehr davon.“ „Du hast Recht.“, meinte der Weise, „JETZT sagen, nützt nichts.“. „Aber was soll ich denn tun? Ganz gleich, was ich denke oder tue – der Augenblick ist sofort verflogen!“, fragte der Fragende. „Du täuschst dich.“, sagte der Weise, „Ich will dir ein Geheimnis anvertrauen. Versuche es einmal ganz anders: Atme tief ein und wieder aus. Höre auf den Schlag deines Herzens, spüre dich selbst. Schau, was gerade um dich herum ist und sag ganz ruhig und entspannt zu dir selbst: „JA!“. In diesem „JA!“ kostest Du diesen wertvollen Augenblick voll aus. Viele vergangene Augenblicke und viele zukünftige Augenblicke… Das „JA!“ verfliegt nicht, wie das flüchtige „Jetzt“. Es bleibt bei dir. Das „Ja!“ ist stärker als die Zeit. Es hat auch teil an dem, was nicht vergeht.“ Und der Weise lächelte. „In jedem „JA!“ wohnt ein Augenblick der Ewigkeit. Du kannst es fühlen.“. 

Quelle: Eine ZEN-Geschichte aus Schug (2016). Achtsamkeit. Belz-Verlag. S. 35